Zürcher Bertastrasse neu Berta Rahm zugeschrieben

Nachdem bereits im September 2020 auf Initiative der beiden grünen Politikerinnen, Gemeinderätin Elena Marti und der heutigen Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber, der allseits bekannte und bisher namenlose „Dennerplatz“ im Zürcher Kreis 5 zu Ehren der promovierten Ökonomin und ersten Zürcher Stadträtin (SP) in „Emilie-Lieberherr-Platz“ umbenannt wurde, ging die Stadt Zürich einen weiteren Schritt, um die bisher vernachlässigte Würdigung von Frauen bei der Benennung von Zürcher Strassen und Plätzen anzugehen.

Dabei wandte sie im Dezember 2020 einen besonderen Kniff an. Einige bestehende Strassen, nämlich die Elsastrasse, Erikastrasse, Getrudstrasse, der Hedwigsteig, der Margaretenweg, die Martastrasse und die Olgastrasse, trugen bereits weibliche Vornamen, waren aber ursprünglich nicht nach real existierenden Persönlichkeiten benannt worden. Diese Strassen wurden nun mit entsprechend aufgestellten Tafeln den Ökonominnen Elsa Gasser und Erika Rikli, der Anwältin Gertrud Heinzelmann, der Historikerin Hedwig Strehler, der Dichterin Margarete Susmann, der Schulgründerin Marta von Meyenburg und der Autorin Olga Meyer zugeschrieben. Uns freut in diesem Zusammenhang besonders, dass nun die Bertastrasse im Sihlfeld Berta Rahm, der Architektin des geretteten Saffa 1958-Pavillons, gewidmet ist.